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Dialog-backdrop Chefs von Finanzinstituten sehen keine ernste Erholung vor 2012
Die Mehrheit der Konzernchefs im Finanzsektor rechnet nicht vor frühestens 2012 mit einer ernsthaften Erholung der Weltwirtschaft, so das Fazit einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman unter 70 Finanzinstituten weltweit. "Die Erholung ist größtenteils von ungewöhnlichen Maßnahmen wie massiven Staatsgeldern gestützt, was nicht nachhaltig ist", erläutert Mark Weil, Leiter für Europa, den Mittleren Osten und Afrika bei Oliver Wyman. "Die Wirtschaft hängt immer noch von lebenserhaltenden Maßnahmen ab. Das relativiert in gewisser Weise das Ende der Rezession, das wir in den meisten großen Volkswirtschaften beobachten." Risiken für das Wirtschaftswachstum gehen unter anderem von weiteren möglichen Abschreibungen bei Finanzinstituten aus, einem kräftigen Anstieg der Inflation, wenn die Zinsen zu lange niedrig beleiben oder einem Zahlungsausfall eines Landes, ist im Jahresbericht von Oliver Wyman zur Lage im Finanzsektor zu lesen. Sechzig Prozent der befragten Vorstandsvorsitzenden erklärten, sie rechneten nicht damit, dass das Wirtschaftswachstum vor frühestens 2012 zur Normalität zurückkehrt. Zweiunddreißig Prozent erwarten ein erneutes Abgleiten in die Rezession. "Die langfristige Gesundheit der Finanzinstitute ist weiter ungewiss", sagt Scott McDonald, Vorstandsvorsitzender von Oliver Wyman Financial Services. "Obwohl die von den Regierungen und Zentralbanken bereitgestellte Intensivpflege den meisten Finanzinstituten geholfen hat, zu überleben, befindet sich die Branche noch in einem Gesundungsprozess." Die befragten Vorstandsvorsitzenden rechnen für ihre eigenen Gesellschaften mit einem Wachstum von acht Prozent, nach zwölf Prozent in den fünf Jahren vor der Finanzkrise. Diese Einschätzung könnte sich jedoch als zu optimistisch erweisen, sollte die Wirtschaft wieder in die Rezession abdriften, so Oliver Wyman. Zudem hätten viele europäische Banken ihre Verluste noch nicht vollständig bekannt gegeben und müssten "zunehmend teures Kapital" beschaffen, heißt es in der Studie. "Nach einer recht ruhigen Phase gibt es Anlass für Befürchtungen, dass diese Krise noch lange nicht vorbei ist", sagt David Moloney, Autor der Studie von Oliver Wyman. Die Skepsis der Vorstandsvorsitzenden in der Finanzbranche sei auch durch Unsicherheiten über die zukünftige Regulierung der Branche geprägt, erläutert Weil. (Bloomberg) mehr Wirtschaftspolitik…
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