Frankfurt/Main - Die Sal.-Oppenheim-Tochter BHF-Bank verkauft ihr Wertpapierverwahrungsgeschäft für gut 250 Mio. Euro an ein US-Institut. Die BHF Asset Servicing GmbH geht an den langjährigen Partner Bank of New York (BNY) Mellon, wie das US-Haus mitteilte. Mit einem verwahrten Vermögen von insgesamt 473 Mrd. Euro steigt BNY Mellon zum zweitgrößten Anbieter in Deutschland auf - nach dem US-Rivalen State Street. Der größte Teil davon stammt vom Neuerwerb, mit dem BNY Mellon bereits seit mehr als sieben Jahren zusammenarbeitet.
Die Bank beschäftigt in dem Bereich in Deutschland künftig 340 Mitarbeiter und verwaltet Wertpapiere für Kapitalanlagegesellschaften, Finanzinstitute und institutionelle Anleger. Mit dem Abschluss der Transaktion wird im dritten Quartal gerechnet. Die Deutsche Bank übernimmt die angeschlagene BHF-Mutter Sal. Oppenheim für insgesamt 1,3 Mrd. Euro. Dabei sind rund 300 Mio. Euro an Einnahmen aus dem Weiterverkauf von Sparten, wie dem Wertpapierverwahrungsgeschäft der Frankfurter BHF-Bank, bereits eingerechnet. Ein Abschluss der Oppenheim-Übernahme wird noch im März erwartet. Die Deutsche Bank dürfte Finanzkreisen zufolge über kurz oder lang auch die auf vermögende Privatkunden spezialisierte BHF-Bank veräußern - allerdings nur wenn der Preis stimmt.
Die Verwahrung von Wertpapieren ist für Banken nicht sehr renditeträchtig - es lohnt sich daher vor allem für große spezialisierte Häuser, die hohe Volumina verwalten können. BNY Mellon ist weltweit seit längerem auf Einkaufstour. rtr




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