Laut Soffin lernten die Banken nicht genug
In der Vergangenheit arbeitete man sowohl das Ausmaß als auch die Folgen der Finanzkrise genügend auf. Der Bankenrettungsfonds Soffin sieht allerdings kaum Lerneffekte bei den Finanzinstituten. Nach Ansicht vom Chef der Soffin Rehm sei der Grund relativ einfach. Schließlich hätten sich die Banken relativ weit von der Ökonomie entfernt.
Die Finanzmarktkrise soll zur Veränderung dienen
Laut der Meinung vom Soffin-Chef Hannes Rehm sei die Finanzmarktkrise ein Wendepunkt. Denn sowohl der Wertekanon als auch die Verhaltensweisen von einigen Banker müssen sich verändern. Dies teilte er der „Welt am Sonntag“ mit.
Bonuszahlungen sollen überdacht werden
Außerdem forderte Rehm ein anderes Denken in Bezug auf die Bonuszahlungen. Seiner Meinung nach müssten sich sämtliche Banken bewusst machen, dass die Hilfe von Seiten des Staates sowohl einzelne Institute rettet als auch die Existenz von vielen Branchen sichert. Denn dann würden die Bonustöpfe womöglich nicht mehr wie bisher aussehen. Man wird bei den mit Staatshilfen ausgestatteten Banken die Bonuspläne genauer ansehen.
Kapitalbasis sollen im Vordergrund stehen
Ferner unterstützt Rehm die Forderung von den anderen Vertreter der Branchen, selbst bei nicht unterstützten Großbanken erstmal keine Boni bzw. Dividenden mehr auszuzahlen. Dadurch soll die Kapitalbasis gestärkt werden. Weiterhin kam die Forderung gegenüber den Kreditinstituten auf, dass diese ihre Bilanzen „reinigen“ sollen und die verlustreichen Punkte auszulagern. Die Bad Bank wurde nach Ansicht von Soffin nicht so viel genutzt, obwohl die Banken in dieser Form ihr Eigenkapital entlasten könnten.
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