Hamburg (aktiencheck.de AG) - Christian Hamann, Analyst der Hamburger Sparkasse, stuft die Aktie der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008 / WKN 514000) weiterhin mit "halten" ein.
Die Deutsche Bank gehöre mit einer Bilanzsumme von 1.501 Mrd. EUR (per 31.12.09) zu den großen europäischen Finanzinstituten. Im Rahmen der voranschreitenden strategischen Neuausrichtung wolle sich der Bank-Konzern zukünftig lediglich auf eine überschaubare Anzahl von Kerngeschäftsfeldern konzentrieren. Diese seien unter den beiden Segmenten "Corporate and Investment Bank" und "Private Clients and Asset Management" zusammengefasst.
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Nicht zum Kerngeschäft gehörende Aktivitäten würden zügig verkauft, um die Kapitalallokation zu verbessern. Der Konzern habe mittels einer 1,1 Mrd. EUR schweren Kapitalerhöhung 22,9% am Kapital der Deutschen Postbank erworben. Durch eine mehrstufige, auf drei Jahre angelegte Transaktion könne der Anteil auf bis zu 62,3% steigen.
Auch wenn sich die Verbesserung der Bilanzrelationen angesichts des wieder stärkeren US-Dollars im ersten Quartal 2010 leicht umkehren könnte, würden die Analysten kurzfristig eine Kapitalerhöhung ausschließen. Angesichts der mit "Basel III" drohenden Nachteile für die Konsolidierung von Bankbeteilungen sollte das Thema "Postbank-Übernahme" erst mal weiter nach hinten gerückt sein. Operativ würden die Analysten 2010 nach dem Ausnahmejahr 2009 mit etwas schwierigeren Zeiten rechnen, da sich der Wettbewerb wieder intensiviert habe.
Unter Berücksichtigung aller Chancen und Risiken halten die Analysten der Hamburger Sparkasse die Deutsche Bank-Aktie für angemessen bewertet und bestätigen ihre "halten"-Empfehlung. (Analyse vom 08.02.2010) (08.02.2010/ac/a/d)