An der Wall Street kam am Mittwochabend deutscher Zeit schlechte Laune auf. Bankentitel verloren überdurchschnittlich, nachdem Details des vorläufigen Gesetzesentwurfs bekannt wurden, den Obama an den US-Kongress weitergeleitet hat.
Eigenhandel auf der Abschussliste
So soll nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters einerseits der Eigenhandel der US-Banken verboten werden. Bei anderen Finanzinstituten, etwa Versicherern und Pensionskassen, soll er eingeschränkt werden.
Bei den Banken zieht Obama aber noch weitere Daumenschrauben an: Laut dem Gesetzesentwurf soll es ihnen untersagt werden, in Hedgefonds oder Beteiligungsgesellschaften zu investieren. Und nicht zuletzt sollen Firmenübernahmen durch Banken deutlich erschwert werden.
Die Maßnahmen, die in groben Zügen bereits im Januar bekannt wurden, sollen Auswüchse im Finanzsektor bekämpfen, welche zur Finanzkrise beigetragen haben, die mit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers einen Höhepunkt fand.
Widerstand im Senat
Ob der US-Präsident seinen Gesetzesentwurf durchbringen kann, hängt nun ab vom Votum der beiden Häuser des US-Kongresses, dem Senat und dem Repräsentantenhaus. Laut Medienberichten muss Obama vor allem im Senat mit starkem Widerstand durch die Republikaner rechnen.
Gesundheitspläne drücken Pharmaaktien
Nicht nur Bankenaktien gerieten an den US-Börsen am Mittwoch unter Druck. Auch Pharma- und Biotechtitel gehörten in den US-Indizes zu den größter Verlierern: Denn neben der Regulierung der Finanzmärkte hat Obama am Mittwoch auch bei der umstrittenen Gesundheitsreform weiter Druck gemacht. In einer Rede im Weißen Haus drängte er die Abgeordneten des Kongresses zur Annahme der Reform.
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